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Sonntag, 26. Oktober 2014

Entstehung meiner "Venezia" - Torte

"Cake Germany" Esslingen.
Da ich dort Silvia, von "Torten-Art", bei Ihrem Messestand helfen durfte, hatte ich die Möglichkeit eine Wettbewerbstorte zu machen.

Beim Motiv musste ich nicht lange überlegen.
Ich war vor ein paar Jahren mit einer Freundin auf einer Städtetour in Venedig.
An diese Reise und die Stadt, habe ich so viele schöne Erinnerungen, das ich dies unbedingt als Motiv nehmen wollte.
So richtig klassisch, mit Maske und Rosen, den Gondolliere, Wasser und, und, und....

Gut, also das Thema hatte ich schon mal; nun musste ich mich nur noch an die Umsetzung machen.
Hierzu zog ich mir Silvia zu Rate, die die gnadenlose Idee mit einem Sechseck als Torten-Grundform hatte.

Ich hatte also genau vier Wochen Zeit, um aus diesem Hexagon aus Styropor eine richtig gute Torte zu zaubern.



Also legte ich los.
Ich brauchte eine große Menge Fondant, die ich als Grundschicht nutzte.


Nach dem Eindecken, lies ich die Fondantschicht ein paar Tage gut trocknen.


Während dessen hatte ich eine tolle Idee, wie ich das Cakeboard zu "Wasser" verwandeln konnte.

Ich deckte das Cakeboard mit weißem Fondant ein, malte abwechselnd verschiedene Streifen von verschiedenen grün-, türkis- und blautönen auf das Board. Anschließend goss ich eine große Menge gekochtes, abgekühltes Wasser darüber.
Eigentlich  sollte das Wasser auf dem Cakeboard bleiben, da es ja rund ist.
Leider hatte ich nicht damit gerechnet, das mein Esstisch nicht wirklich gerade stand und so floss mir das Wasser etwas auf meinem Tisch herum.
Es war eine ziemliche Sauerei, aber nach einer größeren Putzaktion und ein paar Tagen Trocknungsphase , sah das Board richtig gut aus.
Anschließend trug ich mit dem Pinsel mehrere Schichten eingefärbtes Pipingel auf, lies die ganze Geschichte wieder ein paar Tage trocknen, um es dann noch nachträglich ordentlich mit klaren, essbaren Glanzspray einzusprühen.

Das Ergebnis war genial:



Etwa zeitgleich habe ich meine Rosen modelliert.
Gleich zwei, falls mir eine auf der Fahrt oder beim Anbringen auf die Torte bricht.

Da ich die Rose in dieser Kategorie nicht drahten durfte, habe ich sie ungedrahtet modelliert und dies auch gleich fotografisch fest gehalten, falls die Jury dies prüfen wollte.




... nun wieder zu meinem Dummie zurück.

Es folgte die zweite Schicht Fondant, dieses Mal in der eigentlichen Grundfarbe Creme:




Wie ihr sicher schon bemerkt habt, sind nicht alle Fotos sehr hell, das liegt einfach daran, das ich oft bis seeeehr spät in den Abend an der Torte gearbeitet habe.

Während dessen haben immer wieder neue Masken aus essbarer Pastillage hergestellt.
Insgesamt waren es acht (!) Stück. 
Zwei waren für  mein Schaustück geplant. Die erste war so dick, das ich sie als Muster nutzte.
Die restlichen sind mir, eine nach der anderen, gebrochen.

Kleiner Tipp: Solltet ihr jemals mit Palstillage arbeiten uuuunbedingt mindestens eine Woche trocknen lassen, bevor ihr ans weiter verarbeiten geht !!!

ein Teil der Bruchstücke  



Irgendwann nach viiiielen verzweifelten Versuchen, hat es dann doch geklappt!
Ich habe zwei wirklich gute Masken modellieren können.

Diese wurden mit roter Airbrushfarbe ingesprüht. - Das hätte ich den ganzen Tag machen können.
Mit der Airbrush zu arbeiten, macht einfach sehr viel Spaß.

Hierzu habe ich mir eine Spritzkabine aus Karton gebastelt (jaaa lacht nur, ich fand sie cool):

 
Ich liebe dieses Teil!!! Diese Air-Brush habe ich mir von meiner lieben Freundin Melanie geliehen (und mir nach dem Wettbewerb gleich mal eine bestellt) !


Und dann ging es los....




Die Farbe hatte einen dezenten Glitzereffekt... wunderschön!

Zwischenzeitlich habe ich meinen geplanten Scherenschnitt her gestellt.
Ich muss sagen, ich habe ihn schwer unterschätzt !!!



Gott sei Dank stand mir mal wieder meine "Torten-Mutti" Veronika mit Rat und Tat zur Seite.
Sie hat mir ein paar Tricks verraten, wie ich den Scherenschnitt ganz einfach zuschneiden konnte.
... Er wurde auf der Messe als "sehr ordentlich" von der Jury gelobt (*freu*)!!!

Als das Thema "Scherenschnitt" vom Tisch war, wurden dann meine zwei Rosen fertig modelliert.
Das Ergebnis war folgendes:



Mein Gott was war ich stolz auf diese Blüten!!!

Nun war es aber an der Zeit die Torte auf das Cakeboard zu setzten und zu fixieren.
Ich wollte unbedingt das Pipingel mit einarbeiten.
Das Ziel war, das sich die Wellen an der Torte brachen.
Ich denke, ich habe das ganz ordentlich umsetzen können.



Nun war es an der Zeit, die Maske zu dekorieren.

Ich hatte die Idee eine Seite mit essbarem Blattgold zu verzieren.

Leider hat das nicht so funktioniert, wie ich das wollte.
Ehrlich gesagt, bin ich daran regelrecht verzweifelt.
Die Blattgoldblätter sind hauchdünn. Atmen ist da nicht !!!!
Mit dem Pinsel zerreist der Mist , als glatte Fläche aufzutragen, ist nahezu unmöglich.

Nach langem hin und her und einer komplett verbrauchten Packung Blattgold, bin ich (Dank einem amerikanischenTutorial) auf die grandiose Idee gekommen, Wachspapier zu benutzen.
Welch Glück, das wir dieses in England kurz zuvor bestellt hatten.




Für die andere Seite habe ich schwarzes Cake Lace geplant, welches ich jedoch in der letzten Woche fertig machen wollte.

Dummerweise hatte ich nicht bedacht, das schwarze Pastenfarbe die Konsistenz verändert.
Es war ein Desaster!!!
Letztendlich habe ich die fertige schwarze Paste, bei Silvia im Ladengeschäft, besorgt.
Diese konnte ich ohne Probleme verarbeiten.

Nach dem trocknen habe ich diese mit Schwarz - Pearl gebrushed. Es ist ein toller, schwarzer Glitzereffekt entstanden.

Ich kann Euch die Spitze nur in der "Rohfassung" zeigen, da ich diese erst, in Esslingen, an der  Maske
befestigt habe .
Aber keine Sorge, davon gibt es auch genügend Fotos und demnächst ein Bericht...


Hinzu kamen noch ein paar Cake Lace - Spitzenbänder in Gold:


     und ein paar vereinzelte Rosenblätter:


Auf die Torte legte ich noch eine mit Muster geprägte Decke, aus schwarzem Fondant und raffte diese, mit Hilfe einer goldfarbenen Kordel, auf der Vorderseite zusammen.

Ich sage Euch.... 
Es waren Tage, Nächte und Wochen voller Spaß und Verzweiflung.

Man bekommt vor einem Wettbewerb gesagt, man solle nur das anwenden, was man richtig gut beherrscht.
Ich habe diesen Rat nicht befolgt.... und habe diese Entscheidung nicht bereut.
In dieser Zeit habe ich unheimlich viel Neues dazu gelernt, das man mir nicht mehr nehmen kann!!!

Nichts desto trotz; 
Leute hört auf das was Euch die Jury sagt, 
der Schuss kann ordentlich nach hinten los gehen!!!

Ich danke meiner Familie und meinem Freund, für ihre Geduld und für die vielen Stunden die sie im Entstehungsprozess auf meine Gesellschaft verzichten mussten. 
Zudem möchte mich für die vielen, vielen Ausbrüche meiner schlechten Laune, die vor allem meine arme Mama oft ertragen musste, entschuldigen

Ich danke Silvia Breitinger von "Torten-Art", Viernheim und meiner "Torten-Mutti" Veronika für ihre vielen nützlichen Tipps.
Veronika, Danke das Du die vielen panischen Telefonanrufe, von mir ohne murren, ertragen hast und mich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt hast. 

Zu guter letzt Danke ich meinen lieben Tortenschwestern Marina, von "Tortenelfe", und Melanie für die vielen Tipps und Hilfestellungen.
Es war sooo toll, das wir uns alle, von Anfang an, so super unterstützt haben. 
Dankeschön, ihr seid die allerbesten!!!!!


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